Besser hätte es nicht laufen können: Passend zum Abschluss der Segelflug-Bundesliga kletterte die Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim noch einen Platz nach oben und beendet die Saison als Tabellen-Achter. Das Saisonziel, unter den Top Ten zu landen, haben die Piloten vom Stillberghof voll erreicht.
Am vergangenen Sonntag gaben die Piloten noch einmal alles: Die Rückseite der Kaltfront vom Samstag brachte gutes Segelflugwetter nach ganz Deutschland, die Segelflieger waren bereits um elf Uhr starklar. Wieder einmal war es die Standard-Rennstrecke zwischen Altmühltal und dem Südwestzipfel der Schwäbischen Alb, die die stärksten Aufwinde lieferte und die Kunststoffflugzeuge auf bis zu 2000 Meter Flughöhe trug.
Schnellster Pilot zum Abschluss war Junior Mario Wissmann, der mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 98,7 Stundenkilometern über 540 Kilometer jagte – ganz ohne Motorkraft. Zweitschnellster Flieger war Wolfgang Köckeis mit 97,9 Stundenkilometern und einer Flugstrecke von 675 Kilometern; Thomas Köcher komplettierte das erfolgreiche Trio und war bei einer Strecke von 592 Kilometern 97,8 Stundenkilometer schnell.
Das alles zusammen ergab zum Wertungsschluss am vergangenen Montag um zehn Uhr den siebten Rundenplatz und damit Rang acht in der Gesamtwertung. Deutscher Meister wurden die Flieger aus Blaubeuren auf der Schwäbischen Alb, den Vizetitel bekommt der Luftsportverein Burgdorf nahe Hannover. Bronze geht an die Piloten des Luftsportvereins Schwarzwald.
Die Saisonübersicht zeigt: Trotz einiger Ausreißer in den Rundenplatzierungen behauptete sich die SFG immer in Nähe der Top Ten. Im dritten Erstliga-Jahr hat der Meister von 2009 bewiesen, dass er auch unter ungünstigen Bedingungen mit den besten Vereinen Deutschlands mithalten kann – in Bayern gehört er nach Bayreuth und Königsdorf sogar zu den Top drei.
Der am häufigsten in der Bundesliga-Wertung vertretene Pilot war Wolfgang Köckeis mit zwölf Platzierungen, gefolgt von Stefan Senger mit sieben und Walter Sinn sowie Stephan Bosch mit jeweils fünf gewerteten Flügen. Andreas Gesell erzielte gleich in der ersten Runde Ende April für die SFG die schnellste Bundesliga-Durchschnittsgeschwindigkeit mit 126,3 Stundenkilometern. Den weitesten Flug steuerte Michael Gesell mit 753 Kilometern ohne Motorkraft bei. Insgesamt starteten 33 Segelflieger für den Club, 12 schafften es innerhalb der 19 Runden in die Wertung.



