Drei Donauwörther Piloten fliegen auf der Südhalbkugel

Mit dem Segelflugzeug über Chiles Haupstadt Santioago de Chile unterwegs

Mit dem Segelflugzeug über Chiles Haupstadt Santiago de Chile unterwegs

Von einem strengen Winter in Deutschland zu sprechen, ist bislang wohl etwas übertrieben. Dennoch entflohen drei Donauwörther Segelflieger der frostigen Jahreszeit zuhause, um auf der Südhalbkugel ihrem Hobby nachzugehen – jeder auf einem anderen Kontinent.

Stefan Senger, Vorsitzender der Segelfluggruppe Donauwörth-Monheim, ist bereits Experte in Sachen Segelflug auf der Südhalbkugel. Seit einigen Jahren reist er im Winter für rund zwei Wochen nach Namibia, um dort unter der sengenden Sonne Afrikas segelzufliegen. Die Bedingungen dort sind so gut, dass sich bereits mehrere Flugplätze unter deutscher Leitung zu regelrechten Segelflugzentren ausgebildet haben, die Winter für Winter von Piloten aus ganz Europa besucht werden.

Die Fliegerei über der Wüste ist zwar landschaftlich nicht unbedingt abwechslungsreich, dafür entschädigen aber die hervorragenden Thermikbedingungen“, berichtet Stefan Senger. So war es ihm an einem Tag möglich, erst „nach dem Mittagessen zu starten und dann noch knapp 860 Kilometer in gut sechs Stunden, also mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 150 Stundenkilometern zu fliegen“ – eine Leistung, die in Deutschland kaum möglich ist. Seine Flüge führten Senger über die Kalahari- und Namib-Wüste bis an die Grenze zu Botswana.

Ganz ohne Segelfliegen ging es auch bei Walter Sinn im Urlaub nicht. Seinen Neuseeland-Aufenthalt nutzte der Donauwörther auch für einen Besuch des Segelflugzentrums Omarama auf der Südinsel. Insgesamt sechs Segelflüge absolvierte der SFG-Pilot über „Mittelerde“ und war restlos begeistert: „Klimamäßig ist das Land fast wie bei uns. Dort war Sommer, das Wetter wechselhaft mit Temperaturen um die 25 Grad, gelegentlich Regen und sogar Schneefall, morgens waren die Berge und Hügel ringsum weiß. Das Gelände ist überwiegend alpin mit großen Tälern und Seen dazwischen. Alles in Farben, die fast unwirklich sind. Auch segelfliegerisch gibt es alles, was man sich nur wünschen kann.“

Junior Arne Röpling schließlich verbringt den Januar in Chile – einem erst vor wenigen Jahren erschlossenen Segelflugparadies am Fuß der Anden. Er hat die Gelegenheit, den Segler eines deutschen Wettbewerbspiloten zu fliegen, bevor dieser Ende Januar beim Segelflug-Grandprix in Santiago de Chile antritt.

Der Flugplatz Vitacura liegt inmitten der chilenischen Millionenstadt, der Anflug mit dem Segelflugzeug führt fast direkt über die Hochhäuser. Röpling berichtet: „Die Landschaft hier ist absolut atemberaubend und innerhalb von 20 Minuten ist man fern von Zivilisation.“

Die restlichen Donauwörther Piloten müssen sich derweil noch ein bisschen gedulden, bis im April die Segelflugsaison wieder beginnt. Bis dahin werden die Flugzeuge in der Vereinswerkstatt wieder für den Flugeinsatz vorbereitet.

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