Peer Zitzman wird Fünfter in Klix

In der Bundesliga mussten sich die Segelflieger der SFG Donauwörth-Monheim am vergangenen Wochenende mit dem 17. Platz begnügen. Starker Wind und einige Regenschauer machten ein Vorwärtskommen nicht einfach; die Piloten mussten entweder die Hilfsmotoren ihrer Segler starten, um eine Außenlandung zu vermeiden, oder auf benachbarten Flugplätzen landen. Mit Flugstrecken um die 150 Kilometer und Durchschnittsgeschwindigkeiten unter 50 Stundenkilometern sorgten Wolfgang Köckeis, Henno Gemmink und Andreas Gesell immerhin für vier Rundenpunkte. In der Gesamtwertung liegt die SFG jetzt auf Platz zehn. Unser Mitglied Peer Zitzmann startete derweil Ende April erfolgreich beim renommierten Segelflugwettbewerb im sächsischen Klix. Lest nachstehend seinen Bericht…

Sommerliche Temperaturen, Wasserschlachten und ein Tagessieg in der Oberlausitz

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Wir waren in diesem Jahr Ende April für neun tolle Tage zum 22. International Gliding Cup nach Klix gereist. Das Motto des Wettbewerbes „Klasse Treffen. Asse treffen. Klassentreffen“ stand wie immer für einen tollen Austausch, alljährliches Wiedersehen mit Freunden und natürlich den erstklassigen Wettbewerb. Das Wetter versprach Interessantes für den Piloten und Sonniges für die mitgereiste Familie.

Über 100 Segelflugzeuge, fast 120 Piloten, neun Wilgas und eine Maule gingen in die Luft. Geflogen wurde in fünf Klassen: Offene (18 Meter), Rennklasse, Standard, Club, DoSi. Die Pilotinnen und Piloten kamen aus sieben Nationen: Japan, Polen, Niederlande, Russland, Dänemark, Schweden und Deutschland.

Für den Meteorologen war die Wetterlage eine echte Herausforderung. Von großen Wolkenlücken bis Gewitter war alles dabei. Dies wiederum führte zu erschwerten Bedingungen bei der Aufgabenfindung für die Wettbewerbsleitung. Insgesamt gab es für einen derartigen Wettbewerb wenige Außenlandungen. Interessante Wendepunkte waren unter anderem die Schneekoppe und Harrachov (im Riesengebirge). Schön wie immer waren die Lausitz von oben, die Landeskrone (Hausberg der Stadt Görlitz), die Nutzung des polnischen Luftraums und Endanflüge zwischen „a…knapp“ und spektakulär für die Zuschauer. Angeblich gab es auch Hangflüge in Polen.

Mein persönliches Highlight war der 3. Wertungstag. Übereinstimmend mit meinem Fliegerfreund Benno (ISH) aus Niedersachsen stellte ich bei der allmorgendlichen Ehrung der Vortagessieger fest, dass wir auch gern mal einen der begehrten Kalender mitnehmen möchten. Wir hatten den gemeinsamen Teamflug schon bei mehreren Wettbewerben mehr oder weniger erfolgreich probiert. Gesagt – getan! Ein später gemeinsamer Abflug war der Beginn einer Glückssträhne. Auf dem ersten Schenkel flogen wir gemeinsam mit einigen Kollegen der Doppelsitzerklasse, deren Abflugfenster nach unserem öffnete. Sie erwiesen sich als gute Thermikmarker. Nachdem wir uns an der ersten Wende aus den Augen verloren hatten, fanden wir uns auf dem letzten Schenkel wieder – so geht Teamflug! Somit konnten wir unseren Endanflug gemeinsam optimieren. Der Zielbandüberflug erfolgte nahezu zeitgleich, so das uns lediglich eine Sekunde in der Geschwindigkeitswertung trennte. Mit jeweils 1000 Punkten hatten wir damit auch gemeinsam den Tagessieg erreicht. Dies wiederum brachte uns den am Morgen noch nebulös erhofften legendären Klix-Kalender ein – natürlich für jeden einen eigenen :o) Bei mir waren dafür immerhin 13 Teilnahmen in den letzten 14 Jahren notwendig.

Am Maifeiertag mussten die Club- und Standardklasse doch tatsächlich arbeiten! Leider entwickelte sich das Wetter zu einer echten Katastrophe und ließ fast alle Piloten stranden oder vorzeitig zum Platz zurück fliegen. Der Tag war nicht wertbar. Am frühen Abend stand dann das anderorts vorhergesagte genau über dem Platz. Gewitter (Wetterfrosch: “Nein, keine Panik. Höchstens etwas Regen, die Gewitter gehen nördlich und südlich vorbei – ganz sicher!“) Es grollte furchterregend und mehrere Einschläge in unmittelbarer Nähe waren zu verzeichnen. Nach 30 Minuten war der Spuk vorbei. Das Flugplatz-Modem war tot, der Strom auf dem Campingplatz ausgefallen und der selbige bot Gelegenheit für eine Kanufahrt. Den meisten Spaß hatten die Kinder, weil das Wasser der Pfützen so schön von oben in die Gummistiefel hinein lief.

Der letzte Wettbewerbstag stand unter dem Motto: Wer programmiert die Aufgabe am schnellsten in seinen Rechner? Alle Klassen bauten zunächst auf. Relativ schnell wurden wegen der Wetterlage die zwei hinten stehenden Klassen (Rennklasse und DoSi) neutralisiert. Die anderen Klassen durften mehrfach (4x!) nach Feldbriefings die Aufgaben neu programmieren. Die Standardklasse startete, blieb jedoch irgendwie am Platz hängen. Nach erneuter Sichtung der Wetterlage und ersten Landungen der Standardklasse wurde der Rest des Feldes ebenfalls neutralisiert. So waren zur Abschlussfeier wenigstens alle „zu Hause“.

Fazit: Klix ist IMMER eine Reise wert. Zum Nach- und Weiterlesen: www.aeroteamklix.de

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